So lebhaft und warm kann´s im Winter sein!

2018-12-07
 

Schon der Eröffnungsjodler, mit dem Christina Zurbrügg und Ingrid Oberkanins die Gäste des 5. Wiener Klang-Salons am 5. Dezember 2018 begrüßen, heizt ordentlich auf. Rhythmisch und beschwingt stimmen die beiden die ganze Beletage auf das Thema des Abends ein: Felle und Leder und Winter.

Sabina Brägger im Interview mit Christina ZurbrüggNach kurzer und wie immer sehr launiger Begrüßung stellt Christina Zurbrügg die junge Schweizer Designerin Sabina Brägger und ihre Kreationen aus Bisonwolle und Störleder vor. Sabina Brägger schildert anschaulich, was sie auf diese beiden ausgefallenen Materialien gebracht hat, wie sie während ihres Studiums darauf gekommen ist, Felle, Haare und Haut der nicht gerade urtypisch schweizerischen Tiergattungen für ihre nachhaltig produzierten Designs zu nutzen. Schweizer Bisonzüchter unterstützten sie bei ihrer Idee, die bislang ungenutzten Haare der für die Fleischproduktion gezüchteten Tiere zu gewinnen und zu einem Produkt echter schweizerischer Qualität und Innovation zu verarbeiten. Sabina entwirft aus der kuschelig weichen und warmen Wolle nicht nur Shirts, Pullis oder Mantelstoffe sondern auch Lampen und andere ausgefallene Interieurs. 

Sabina Bräggers Kreationen aus StörlederIhr Anliegen, die Materialien für ihre Designs aus wirklich nachhaltiger Produktion zu gewinnen, die menschenwürdig, tiergerecht und ressourcenschonend ausgerichtet ist, bringt ihr immer wieder heftigen Applaus des Klang-Salon-Publikums ein, das sich nach dem Konzert auch  interessiert um die ausgestellten Kreationen aus Störleder tummelt. Handtaschen, Gürtel und Armbänder faszinieren mit ihrer rindenartigen Optik, ihrer korkartigen Haptik. Und Sabina überrascht mit ihrem Ideenreichtum, der sie das Störleder auch für Lifestyleprodukte im urbanen Umfeld und für intelligente Accessoires vom Luxusuhrenband bis zum veredelten Holzschuh, vom stylischen Kabelsalatbezwinger bis zur praktischen Rasierklingenhülle einsetzen lässt.

 

Ingrid Oberkanins beim 5. Wiener Klang-SalonPercussionistin Ingrid Oberkanins hat bereits durch die Begleitung des Eröffnungsjodlers alle Sympathien des Publikums auf ihrer Seite. Gespannt lauschen die Gäste der Entwicklung der Künstlerin von der im damaligen Österreich ersten weiblichen Trommlerin in der Musikkapelle ihres Dorfes zur gefragten Partnerin vieler nationaler und internationaler Größen aus Jazz, Worldmusic und Klassik. Ingrid hat ihr Schlagzeug für diesen Abend speziell auf Instrumente aus Leder und Fellen zusammengestellt und führt mit den einzelnen Nummern ihres Konzerts vor, wie vielseitig und nuanciert sie diese zu spielen weiß. Immer wieder bringt sie auch ihre Stimme ins Konzert ein und demonstriert eindrucksvoll, welche Techniken und Klangfarben sie sich durch das intensive Studium außereuropäischer Rhythmik bei internationalen Künstlern in Brasilien, Kuba und Westafrika aneignen konnte.

Percussionistin Ingrid Oberkanins bei Galerie Immobilien am 5. 12. 2018Im wahrsten Sinn 'mitreißend' lädt sie die Gäste in der Beletage dann auf eine akustische Weltumsegelung ein, die aus Europa hinaus über die Weiten des Atlantiks zu den Indigenen des amerikanischen Kontinents und danach weiter über den Pazifik nach Asien und wieder zurück führt.

Eigentlich klar, dass sie ihr Konzert nicht ohne Zugabe beenden darf und zu guter Letzt die begeisterten ZuhörerInnen noch mit einem fast improvisierten Finale gemeinsam mit Christina Zurbrügg verwöhnt.

 
 

Christian Krail bedankt sich bei den Künstlerinnen des 5. Wiener Klang-Salons von Galerie ImmobilienIn der abschließenden, schon traditionell gewordenen Film-Retro-Minute sind wir mittlerweile in den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts angelangt. Und Christina Zurbrügg hat dazu Film-Ausschnitte ausgesucht, die aus heutiger Sicht ebenso kurios anmuten, wie jene aus den 50er-Jahren, mit denen sie im ersten Klang-Salon des Jahres begonnen hat.

Entspannt lächelnd und schmunzelnd konnten sich also Galerie Immobilien Geschäftsführer Christian Krail und sein Team bei den tollen Künstlerinnen für den lebhaften und wärmenden Abend bedanken und die Gäste zu entspanntem Gespräch und zu einem dem Anlass wieder sehr würdigen Käse-Buffet einladen.

 

Wer den Abend auch akustisch noch einmal Revue passieren lassen möchte, kann das bei RadioDauerWelle tun. Da gibt´s einen 6-minütigen Beitrag darüber von Heinz Pachernegg.

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Die kleine Fotogalerie von der Vernissage können Sie auch auf unserer Facebookseite durchstöbern.

Fotos: Michael Mrkvicka / showreal

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